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InschaAllah: so Allah will

„So Allah will." Nicht: „eher nicht."

Kareem C.
2 Min. Lesezeit

InschaAllah heißt wörtlich: wenn Allah will. Der Ausdruck wird gesagt, wenn von etwas Zukünftigem die Rede ist, und geht auf eine ausdrückliche Anweisung im Quran zurück.

Woher das Wort kommt

Der Ausdruck setzt sich zusammen aus in, wenn, schaa, er will, und Allah. Geschrieben wird er im Deutschen unterschiedlich: inschaAllah, in schaa Allah, inshallah.

Im Alltag

Der Grund steht in Sure 18. Dort wird der Prophet angewiesen: Und sag ja nicht von einer Sache, ich werde dies morgen tun, ohne hinzuzufügen: wenn Allah will. Der Anlass war, dass er auf eine Frage eine Antwort für den nächsten Tag zugesagt hatte und die Offenbarung ausblieb.

Dahinter steht eine Aussage über die Zukunft: Niemand kann über sie verfügen. Wer InschaAllah sagt, macht keine Einschränkung, sondern eine Feststellung.

Im deutschen Alltag hat der Ausdruck einen schlechten Ruf bekommen, weil er oft als höfliche Absage benutzt wird: „inschaAllah" statt „wahrscheinlich nicht". Das ist eine Verdrehung. Wer etwas nicht tun will, soll es sagen; die Zusage und ihre Einhaltung gehören zu dem, woran die Überlieferung den Heuchler erkennt: wenn er verspricht, bricht er es.

Verwandte Ausdrücke im Alltag: maschaAllah, was Allah gewollt hat, gesagt bei etwas Schönem; bi-idhnillah, mit Allahs Erlaubnis; und tabarakallah. Zu alhamdulillah und subhanallah siehe Alhamdulillah.

Nicht zu verwechseln mit

Einer Absage. Und auch nicht mit maschaAllah: Dieses bezieht sich auf etwas bereits Geschehenes, InschaAllah auf Künftiges.

Häufige Fragen

Muss man es immer sagen? Bei Aussagen über die Zukunft ist es geboten. Ein Versäumnis macht die Sache nicht ungültig.

Darf man es sagen und trotzdem planen? Ja, ausdrücklich. Siehe Tawakkul.

Was tut man, wenn man es vergessen hat? Überliefert ist, dass man es nachholt, wenn es einem einfällt.

Quellen

  • „Und sag ja nicht von einer Sache: Ich werde dies morgen tun, ohne: wenn Allah will": Quran, Sure 18, Verse 23 und 24.
  • Die Zeichen des Heuchlers, darunter das Brechen des Versprechens: Sahih al-Bukhari 33.
  • Zur Vertiefung: Faith, Yaqeen Institute.

Verwandte Begriffe: Alhamdulillah, Tawakkul, Qadar.

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Kareem C.

Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.

Weitere Begriffe

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I’tikaf
Der Rückzug in die Moschee, meist in den letzten zehn Ramadannächten. Schlafen, beten, lesen, sonst nichts.
Tahlil und Tahmid
La ilaha illallah und Alhamdulillah. Zwei Sätze, die im Alltag häufiger fallen als jedes Gebet.
Iqama
Der kurze zweite Ruf, mit dem das Gebet wirklich losgeht.

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