DITIB
Der größte Dachverband. Rund 850 bis 900 Gemeinden, Sitz in Köln.
DITIB steht für Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion. Der Verband wurde 1984 in Köln gegründet und ist mit rund 850 bis 900 Ortsgemeinden der größte muslimische Dachverband in Deutschland.
Was der Verband macht
- Koordination des religiösen Betriebs der Mitgliedsgemeinden: Gebet, Freitagspredigt, Seelsorge
- Organisation der Pilgerfahrt, Bestattungswesen, Abwicklung der Zakat
- Jugend-, Frauen- und Wohlfahrtsarbeit sowie Gespräche mit anderen Religionsgemeinschaften
Wie er aufgebaut ist
DITIB ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Köln. Die Ortsgemeinden sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Vereine: das Dach besitzt die Moscheen also nicht; siehe Moscheeverein. Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist der Verband nicht.
Der Name nennt die Anbindung bereits: „Anstalt für Religion" ist die Übersetzung von Diyanet İşleri Başkanlığı, der türkischen Religionsbehörde. Ein erheblicher Teil der Imame wird von dort entsandt, in der Regel für einige Jahre, und über türkische Konsulate bezahlt. Wer wissen will, wie eine Gemeinde arbeitet, findet in dieser Verbindung den wichtigsten Anhaltspunkt.
Zu den Zahlen: Der Verband selbst nennt 864 Gemeinden, andere Quellen über 900. Ein Stand-Jahr wird in beiden Fällen nicht angegeben, deshalb hier die Spanne.
Häufige Fragen
Gehört meine Moschee dazu? Das steht in der Satzung des Vereins vor Ort. Viele Gemeinden führen es auch auf ihrer Seite.
Vertritt DITIB alle Muslime? Nein. Es ist der größte Verband, aber einer von mehreren; siehe Koordinationsrat.
Wer bezahlt die Imame? Bei entsandten Imamen läuft die Bezahlung über die türkische Seite; daneben gibt es in Deutschland ausgebildetes Personal.
Quellen
- Gründung, Sitz und Selbstdarstellung: ditib.de.
- Struktur, Gemeindezahlen und Anbindung an die Diyanet: deutschsprachige Wikipedia.
Verwandte Begriffe: Koordinationsrat, Moscheeverein, Imam.
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Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.