Wudu: die Gebetswaschung
Die Wudu ist die rituelle Waschung vor dem Gebet. Ohne sie ist die Salah nicht gültig.
Die Wudu ist die rituelle Waschung vor dem Gebet. Ohne sie ist die Salah nicht gültig, und sie hält so lange an, bis sie durch bestimmte Vorgänge gebrochen wird.
Woher das Wort kommt
Das Wort geht auf eine Wurzel zurück, die Reinheit und Glanz bedeutet. Gemeint ist nicht Sauberkeit im hygienischen Sinn, sondern ein Zustand, in den man eintritt.
Im Alltag
Gewaschen werden Gesicht, Arme bis zu den Ellenbogen, der Kopf wird bestrichen, dann die Füße. In deutschen Moscheen gibt es dafür eigene Waschräume, oft mit niedrigen Becken. Wer unterwegs ist, kommt auch mit einem normalen Waschbecken aus.
Nicht zu verwechseln mit
Dem Ghusl. Die Wudu ist die kleine Waschung vor dem Gebet, der Ghusl die vollständige Waschung des ganzen Körpers in bestimmten Fällen.
Häufige Fragen
Was bricht die Wudu? Unter anderem Toilettengang, Schlaf im Liegen und der Abgang von Winden. Einzelheiten unterscheiden sich zwischen den Rechtsschulen.
Muss man vor jedem Gebet neu waschen? Nein. Die Wudu bleibt bestehen, bis sie gebrochen wird. Eine erneute Waschung ohne Anlass gilt aber als lobenswert.
Was, wenn kein Wasser da ist? Dann tritt der Tayammum an ihre Stelle, die Waschung mit reiner Erde.
Quellen
- Der Ablauf steht in Sure 5, Vers 6, und ist bei Buchari und Muslim im Einzelnen überliefert.
- Zur Vertiefung: Acts of Worship, Yaqeen Institute.
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Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Einträge im Glossar entstehen aus Quellenarbeit, religiöse Aussagen werden vor der Veröffentlichung gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen.